Almauftrieb auf die Tappenkarseealm
Ylva und Anja mit den Pferden in der Tappenkarseealm
Normalerweise gönnen wir unseren Reitpferden in den letzten zwei Augustwochen eine
Auszeit auf der Alm. Als wir am Samstag, dem 15. August, gemeinsam auf der Terrasse vor
unserem Bauernhaus saßen, stellten wir enttäuscht fest, dass sich das dieses Jahr wohl
nicht ausgehen würde.
Der Sommer war außergewöhnlich trocken und so wuchs auf unseren Weiden bald kein Gras
mehr nach. Auch in unserer Alm war die Futtermenge nicht gerade berauschend, auch weil
dort unsere Jungpferde schon seit dem Frühjahr hausten.
Die Heuernte ließ auch zu wünschen übrig, eh klar, was denn sonst.
Nun gut. Wir hatten also keine Weide mehr, in unserer Alm war nicht genug Gras für noch
mehr Pferde und den mickrigen Heuvorrat für den Winter wollten wir nicht schon im August
verfüttern.
Aber Not macht bekanntlich erfinderisch: Als wir an besagtem Samstag, dem 15. August,
gemeinsam auf der Terrasse saßen, waren Ingrid und Georg gerade von ihrem Ausflug zum
Tappenkarsee zurückgekehrt.
Georg stellte fest, dass in der Tappenkarseealm noch überraschend viel Futter war.
Und plötzlich stand die Idee im Raum:
Warum treiben wir nicht ein paar von unseren Islandpferden auf die Tappenkarseealm auf?
Ein paar Telefonate und eine Nacht später fanden wir uns am Schwabalmparkplatz in
Kleinarl wieder. Ingrid, Georg, Felix, Anja - und 6 Islandpferde.
Und so machten wir uns auf den Weg zum Tappenkarsee.
Der Aufstieg war ein Abenteuer für sich, aber unsere Isländer haben die Strecke problemlos
gemeistert. Oben angekommen, konnten sie den Almsommer in vollen Zügen genießen.
Für uns war es schön zu sehen, wie schnell sie sich dort zurechtgefunden haben.
Mitte September haben wir sie nach knapp einem Monat wieder abgeholt.
Und weil wir, wie man so schön sagt: “nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen
kommen”, haben wir vor dem Abstieg noch ein kleines Fotoshooting am See gemacht. So
eine spektakuläre Kulisse hat man nicht alle Tage ;)
Der Abstieg verlief problemlos und unsere Isis kamen wohlbehalten zurück nach Hause.
Ein kleines Abenteuer, das wir so schnell nicht vergessen werden – und vielleicht ist es ja
nicht das letzte Mal, dass unsere Pferde einen Sommer auf der Tappenkarseealm
verbringen.